• Diskussionrunde im LEBI-Laden mit Cornelia Hubich-Schmon.

    Diskussionsrunde im LEBI-Laden mit Cornelia Hubich-Schmon.

14.05.2024

Cornelia Hubich-Schmon über Erste Hilfe für die Psyche

Am 23. April 2024 widmete sich die Diskussionsrunde im LEBI-Laden der Stärkung der psychischen Widerstandskraft, die auch als „Resilienz“ bezeichnet wird. Die Arbeits- und Organisationspsychologin Cornelia Hubich-Schmon zeigte Faktoren für ein resilientes Leben auf und gab hilfreiche Tipps, wie man schwierige Lebenssituationen meistern kann.

Zu einer achtsamen Lebensweise gehört der Blick auf das eigene Wohlbefinden. „Gesundheit ist für viele nur das körperliche Wohlbefinden, aber das allein ist es nicht. Gesundheit ist auch die Fähigkeit, ein soziales und aktives Leben zu führen“, erklärte Cornelia Hubich-Schmon, die als Arbeits- und Organisationspsychologin in der Unternehmensberatung tätig ist. Besonders in schwierigen Lebenssituationen brauche es dafür die psychische Widerstandskraft. Nach Hubich-Schmon wirken sich Beziehungen positiv auf die Resilienz aus: „Es hilft, wenn man ein bis zwei wichtige Bezugspersonen hat, auf die man sich verlassen kann.“ Förderlich sei auch, lösungsorientiert zu sein und die Zukunft zu planen, um bewusst erste Schritte in diese Richtung zu setzen.

Psychologische Erste-Hilfe-Maßnahmen

In belastenden Situationen übersehe man häufig, was die Energiebringer im Leben sind: „Das kann auch einfach der Spaziergang mit dem Hund sein“, sagte Hubich-Schmon. Dinge, die uns als Energieräuber viel Kraft kosten, solle man vermeiden. Wesentlich sei auch, Verantwortung für sich selbst und die eigene Gesundheit zu übernehmen. „In einer schwierigen Lage liegt bei mir selbst die Entscheidung, ob ich einen konstruktiven oder destruktiven Weg einschlage“, so die Psychologin. Dazu zähle, die Opferrolle zu verlassen und sich zu fragen, was man beeinflussen könne und veränderbar sei. Als psychologische Erste-Hilfe-Maßnahmen gab Hubich-Schmon den Teilnehmer:innen folgende Tipps mit:

  1. Positives erkennen und betonen: Ein positiver Fokus helfe, schwierige Situationen besser zu meistern.
  2. Sinnhaftigkeit erleben: Hinterfragen, auf welche Weise das Geschehene einen Sinn oder Nutzen hat.
  3. Gemeinschaftsgefühl: Man sollte mindestens zwei Bezugspersonen im Leben haben, mit denen man sich austauschen kann.
  4. Einen Beitrag leisten: Raus aus der Opferrolle und in aktives Handeln kommen.
  5. Auf sich achten: Sich mehr Erholung einräumen und Energiebringer, die einem gut tun, umsetzen.

Wer spezielle Fragen zum diskutierten Thema hat, kann diese auch nach der Veranstaltung direkt an Karl Steinwender unter +43 664 142 98 71 oder office@zweckzwei.at stellen.

Letzter Termin vor der Sommerpause

24.05.2024: „Lebensmittel retten und sinnvoll weiterverarbeiten“ mit Karl Steinwender, danach Ausblick auf das Programm im kommenden Herbst, Markt mit ZweckZwei Designstücken und gemütlicher Ausklang bei Musik von Gerhard Burger (Akkordeon) und Stefan Oser (Gitarre)
Wo: LEBI-Laden der Chance B | Franz-Josef-Straße 2, 8200 Gleisdorf
Teilnahme: freie Spende für den LEBI-Laden, keine Anmeldung erforderlich