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2.12.2022

Gleiche Chancen für alle?

Es ist bereits 14 Jahren her, dass Österreich die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet hat. Doch nach wie vor sind Menschen mit Behinderung weit davon entfernt, ihre Rechte selbstverständlich durchsetzen zu können. Das brachten die landesweiten Protestkundgebungen vergangenen September 2022 lautstark zum Ausdruck: Die Kritik richtete sich an die Politik und den beschlossenen Nationalen Aktionsplan Behinderung (NAP), der viel zu kurz greift, um die Lebenssituation betroffener Jugendlicher und Erwachsener zu verbessern. Daher übergibt der Österreichische Behindertenrat heute ein Forderungspaket an die Regierung, damit die UN-Konvention endlich umgesetzt wird.

Die Chance B erklärt sich mit den gestellten Forderungen solidarisch. „Wir stehen auch in 2022 vor der Tatsache, dass nicht jeder Mensch in Österreich die gleichen Chancen erhält. Es fehlen vor allem unbürokratisch bereitgestellte und ausreichend finanzierte Assistenzangebote, damit benachteiligte Personen ein selbstbestimmtes Leben führen können“, so Eva Skergeth-Lopič, Geschäftsführerin der Chance B.

Der Beschluss des NAP brachte im September 2022 tausende Menschen österreichweit auf die Straßen, um für die Rechte benachteiligter Personen zu demonstrieren und uneingeschränkte Teilhabe einzufordern. Der NAP wurde zur Umsetzung der UN-Konvention entwickelt – doch bereits im Vorfeld gab es Kritik daran, die nicht gehört wurde: „Der Plan braucht Ziele mit wirkungsvollen Maßnahmen auf Bundes- und Länderebene sowie Budgetmittel, um die Vorhaben entschlossen zu verwirklichen. Ohne diese Punkte sind wesentliche Fortschritte nicht möglich und trotzdem wurde darauf nicht eingegangen“, erklärt Skergeth-Lopič. Auf politischer Ebene ist daher noch einiges zu tun, bis es so weit ist, dass alle Menschen gleichberechtigt in jeden Bereich des gesellschaftlichen Lebens wie Bildung, Arbeit, Wohnen und Freizeit teilhaben können.

Unser Ziel ist es, dass alle Menschen in der Östlichen Steiermark gut in der Region leben können. Dafür bietet die Chance B 30 soziale Dienstleistungen für jedes Lebensalter und jeden Bereich des Lebens an: von Kind und Familie, Bildung und Arbeit über Wohnen bis hin zu Gesundheit und Alter. Wir begleiten rund 4.000 Personen pro Jahr und tragen mit unserem Leistungsangebot dazu bei, dass Menschen mit Benachteiligung nicht am Rand, sondern inmitten unserer Gesellschaft leben. Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember bekennt sich die Chance B weiterhin klar zu ihrer Ausrichtung: Hinhören, was die Menschen in der Region für ein gutes Leben brauchen. Offen sein für individuelle Konzepte, um das zu ermöglichen. So kommen wir der gleichberechtigen Teilhabe aller Menschen einen Schritt näher!

Anlässlich des Aktionstages hat Geschäftsführerin Eva Skergeth-Lopič einen Gastkommentar für die Tageszeitung Kurier verfasst, der hier nachgelesen werden kann.