• Eine Gruppe steht zusammen vor Roll Ups der Chance B

    Gleisdorfer Bürgermeister Christoph Stark; Mag.a Karin Reder, Johanna Kienreich-Brandl, Beate Nussgraber und Mag.a Eva Skergeth-Lopič (Chance B) und Dipl. Ing. Rudolf Grabner, Sozialhilfeverband Weiz

31.8.2018

Herzlichkeit und Nähe in der Tagesförderstätte Gleisdorf

Anlässlich des 10 Jahre Jubiläums lud das Team der Tagesförderstätte der Chance B in Gleisdorf heute zum Tag der offenen Tür. Es war ein buntes Bild von Menschen, die sich alle für diese wertvolle Einrichtung interessierten.

Vor 10 Jahren zeigte sich in der Region ein großer Bedarf für die Begleitung von Menschen mit schwerer mehrfacher Behinderung nach Abschluss ihrer Pflichtschule. Das Angebot der Tagesförderstätte in Gleisdorf schloss diese Lücke. Heute kommen täglich 21 Kundinnen und Kunden in die barrierefreien Räumlichkeiten im Herzen der Stadt Gleisdorf. Die Teilnahme am Stadtleben ist zur Selbstverständlichkeit geworden.

Kooperative Pädagogik als Fundament
„Unser Haus soll ein Platz sein, an dem sich die Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen wohlfühlen, entwickeln und passende Unterstützung erhalten. Es ist eine achtsame Umgebung in der Fähigkeiten gesehen, aufgegriffen und verstärkt werden und der kleinste Fortschritt Anerkennung findet“, betont Beate Nussgraber, seit Jänner Leiterin der Tagesförderstätte in Gleisdorf. Sie bezieht sich damit auf das Konzept der Kooperativen Pädagogik, das bereits bei der Gründung der ersten Chance B-Tagesförderstätte in Pischelsdorf 2001 als Grundlage diente. Gemeinsam mit der ehemaligen Leiterin  Johanna Kienreich-Brandl wurde dieses Konzept von Beginn an praktisch umgesetzt: „Fokussiert wird auf sinnvolle Alltagshandlungen, die Orientierung bieten und die Gemeinschaft stärken. Dazu gehören zum Beispiel Kochen, Essen, Einkaufen oder Dekorieren.“

Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
16 Personen begleiten täglich in der Tagesförderstätte Gleisdorf Menschen mit schwerer Behinderung und ermöglichen ihnen ein Leben mit so viel Autonomie wie möglich. Bürgermeister Christoph Stark ebenso wie DI Rudolf Grabner, Obmann des Sozialhilfeverbandes Weiz, und selbstverständlich die Leiterin des Standortes sprachen ihren herzlichsten Dank und ihre große Wertschätzung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus.

Recht auf Autonomie und Wahlmöglichkeit
Laut UN-Konvention hat jeder Mensch das Recht auf individuelle Begleitung. „Chance B ist es wichtig dies zu garantieren und Entscheidungsmöglichkeiten zu bieten“, bekräftigt Chance B Geschäftsführerin, Mag.a Eva Skergeth-Lopič. Die soziale Dienstleistung „Tagesbegleitung und Förderung“, die vom Land Steiermark finanziert wird, bietet Chance B in Gleisdorf, in Pischelsdorf und am Bio-Bauernhof in Labuch mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Generell gibt es heute in der Region ein ausreichendes Angebot und die Menschen können daraus wählen. Innerhalb der Chance B gibt es ein Angebot von 27 verschiedenen sozialen Dienstleistungen entlang der gesamten Lebenslinie - „Tagesbegleitung und Förderung“ ist eine davon.

 Kurzvideo zur Vorstellung der Tagesförderstätte Gleisdorf

Tagesbegleitung und Förderung