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29.5.2019

Chance B bei EUSE-Konferenz in Amsterdam: Österreicher zum neuen Vizepräsidenten gewählt

Die Chance B gratuliert Markus Neuherz vom Dachverband berufliche Integration Austria, dabei-austria, zur Wahl zum Vizepräsidenten der European Union of Supported Employment. „Das bestätigt unsere Inhalte und vor allem die Arbeit an der Entwicklung des neuen Nationalen Aktionsplans Behinderung 2021 bis 2030“, freut sich Chance B Geschäftsführerin und dabei-austria Vorsitzende Eva Skergeth-Lopič.

Die diesjährige EUSE-Konferenz zu „Supported Employment“ („Unterstützte Beschäftigung“) hat vom 27. bis 29. Mai 2019 in Amsterdam stattgefunden. Rund 500 Teilnehmer*innen aus Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien haben sich über neue Entwicklungen im Bereich „Supported Employment“ ausgetauscht. Ziel der Konferenz war es, neue Ansätze zu finden, wie Menschen mit Behinderungen der Zugang zu bezahlter Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht werden kann. Auch ein Team der Chance B hat an der Konferenz in Amsterdam teilgenommen, einerseits um sich auszutauschen und andererseits um seine Expertise einzubringen. Besonders stolz sind wir, dass die "Wiener Deklaration" zum Recht auf Arbeit von Menschen mit Behinderung - die im Vorjahr von der Chance B und ihrem Gründer Franz Wolfmayr mitgestaltet wurde, auf der Konferenz präsentiert worden ist und hier große Beachtung gefunden hat.

Im Vorfeld der Konferenz wurde das Präsidium der European Union of Supported Employment (EUSE) neu gewählt. Zum ersten Mal verstärkt ein Österreicher das fünfköpfige Präsidium des europaweiten Zusammenschlusses nationaler Dachverbände aus dem Bereich „Unterstützte Beschäftigung“: Markus Neuherz, Geschäftsführer von dabei-austria | Dachverband berufliche Integration Austria. 

Neuherz wird in der kommenden zweijährigen Amtsperiode den Schwerpunkt auf die politischen Aktivitäten und die Erweiterung der Partnerschaften mit anderen europäischen Dachverbänden legen. „Wie alle anderen Menschen, haben Menschen mit Behinderungen das Recht auf voll bezahlte und sozialversicherte Arbeit. Verantwortliche Politiker*innen in allen europäischen Ländern müssen ihre Anstrengungen verstärken, um dieses Recht zu verwirklichen“, so sein eindringlicher Appell. Und er ergänzt: „Nur in gut funktionierenden Partnerschaften mit anderen europäischen und nationalen Verbänden sind wir in der Lage, Entscheidungsträger*innen dazu zu bringen, für eine inklusive Arbeitswelt einzutreten.“

Eva Skergeth-Lopič, Vorsitzende dabei-austria, zeigt sich erfreut: „Durch die Wahl von Markus Neuherz zum Vizepräsidenten der EUSE gewinnt die fokussierte Arbeit des Dachverbandes und das Engagement seiner Partnerorganisationen noch mehr an Bedeutung. Das bestätigt unsere Inhalte und vor allem die Arbeit an der Entwicklung des neuen Nationalen Aktionsplans Behinderung 2021 bis 2030“, veranschaulicht Skergeth-Lopič so den Bezug zur österreichischen Politik für Menschen mit Behinderungen.

Über die EUSE:

Die European Union of Supported Employment (EUSE) ist der europäische Dachverband von 23 nationalen Netzwerken, die Dienstleistungen im Bereich “Unterstützte Beschäftigung” anbieten. Das primäre Ziel der EUSE ist die Verbreitung des „Supported Employment“ Modells in Europa und darüber hinaus.Supported Employment bietet Unterstützung für behinderte und andere schwer vermittelbare Personen, um bezahlte Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhalten und zu sichern.

Über dabei-austria:

Der Dachverband berufliche Integration Austria (dabei-austria) ist die bundesweite Interessenvertretung im Bereich der beruflichen Integration. Der Dachverband vertritt aktuell rund 90 Mitgliedsorganisationen mit knapp 190 Projekten im Bereich der beruflichen Orientierung und in der Integration. Die Angebote richten sich an Menschen mit Behinderungen/Erkrankungen sowie Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf bzw. ausgrenzungsgefährdete Jugendliche und Erwachsene. Mehr unter www.dabei-austria.at