Inklusive Bildung

Laufzeit: September 2014 – Mai 2016

Hintergrund:
Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2008 hat sich Österreich dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am österreichischen Bildungssystem zu ermöglichen und einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung bis 2020 vorgelegt.
In der Steiermark werden über 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischen Förderbedarf im sogenannten Regelschulwesen unterrichtet, in anderen Bundesländern ist diese Quote mitunter deutlich geringer. Es gibt jedoch Anzeichen, dass es momentan rückläufige Entwicklungen gibt und Kinder wieder vermehrt in Sonderschulsystemen unterrichtet werden, viele im System Schule einen Informationsmangel beklagen und Ängste, Zweifel und Vorbehalte existieren.
Das Thema Inklusion ist ein heißes Eisen. Es ist jetzt Zeit zu handeln, die Ziele des Aktionsplanes, wie die Abschaffung von reinen Sonderschulen, das Erhöhen der Qualität der Inklusion und den Ausbau von Unterstützungssystemen zu erreichen und den erfolgreichen Weg der Steiermark als Vorzeigebundesland konsequent weiterzugehen. Dies wird nur möglich sein, wenn alle Betroffenen, die Schulen, die öffentlichen Institutionen, die Gemeinden, Vereine, Eltern und vor allem auch die Kinder und Jugendlichen in diesen Prozess eingebunden werden.

Ziele:
Für die Oststeiermark als Modellregion sollen ein Maßnahmenkatalog, sowie daraus abgeleitet ein Umsetzungskonzept entwickelt werden, einerseits als Entscheidungsgrundlage für konkretes Handeln, andererseits als Modellbeschreibung für andere Regionen in Österreich, um die Qualität der Inklusion zu erhöhen. Dies geschieht unter Mitwirkung aller AkteurInnen. Regionale Erfahrung, Expertise und Engagement, aber auch Befürchtungen, Ängste und kritische Stimmen werden berücksichtigt.
Dieser Prozess wird wissenschaftlich begleitet, von einem Fachbeirat namhafter ExpertInnen beraten, und steht im Austausch mit der Region Graz, Graz Umgebung und Voitsberg, die ebenfalls als Modellregion auswiesen ist.
Die Stärkung und der Ausbau regionaler Netzwerke, das Thema ins Bewusstsein der Menschen der Region zu bringen, zu informieren und sensibilisieren sind zentrale Anliegen des Projektes.

Projektinhalte:
Um diese Ziele zu erreichen sollen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Öffentliche Projektpräsentationen unter Einbindung aller Beteiligten am System Schule, Medien, Politik und der breiten Öffentlichkeit.
  • Auf- und Ausbau regionaler Netzwerke und Stärkung der regionalen Ressourcen durch Etablierung einer Online Plattform und Durchführung von Seminaren.
  • Durchführung einer wissenschaftlichen Studie zur schulischen Inklusionsfähigkeit der Region Oststeiermark
  • Durchführung einer Arbeitskonferenz unter Einbindung aller relevanten Zielgruppen.
  • Daraus resultierende Gründung von Arbeitsgruppen zur Entwicklung konkreter Maßnahmen für die Region.
  • Erstellung eines konkreten Maßnahmenkataloges und davon abgeleitet ein Umsetzungskonzept für die Oststeiermark und als Modell für andere Regionen.

Arbeitsergebnisse im Projekt:
Sieben Arbeitsgruppen befassten sich mit dem Thema Inklusive Bildung (Elementarpädagogik, Kooperation Allgemeine - Sonderpädagogik, Elternberatung, Was kommt nach der Schule? - Inklusion und Arbeitswelt, Supportsysteme, Sport und Inklusion, Inklusion und kommunales Umfeld).
Im Downloadbereich befinden sich die Protokolle der Arbeitssitzungen.

In Kooperation mit:
• Uni Graz
• Landesschulrat für Steiermark
• Pädagogische Hochschule Steiermark
• Pädagogische Hochschule Salzburg

Kontakt:
Mag. Michael Longhino
Projektkoordination "Inklusive Bildung"
Mobil: 0664/ 60 40 92 68
E-Mail: michael.longhino@chanceb.at

Fördergeber: private Stiftung

Auszeichnungen: Zero Project Conference; IRIS Award 2016